Lydia Faude (Martin Kessel) 1,00 EUR
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Lydia Faude (Martin Kessel)
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  • Gebundene Ausgabe: 589 Seiten
  • Verlag: Luchterhand (1965)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B0000BK4B1
  • Zustand: gebraucht, gut

Es ist schon erstaunlich wie Martin Kessel das Berlin der frühen Sechziger beschreiben konnte.
Die Personen wirken sehr authentisch und ich habe das ganze Buch den Eindruck gehabt, ja das muss doch so gewesen sein.
Die Intensität der Sprache ist so schön.
Leider hat Martin Kessel meines Wissens nicht viel mehr als drei vier Bücher in diesem wirklich schönen Schreibstil abgefasst.

Perlentaucher.de


Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.12.2001
Rezensent Heinz Ludwig Arnold klingt beinahe betrübt, weil er diesen zweiten Roman Martin Kessels nicht so gut fand, wie es ihm lieb gewesen wäre. Der erste Roman, "Herrn Bechers Fiasko", entstand kurz vor der Machtübernahme durch die Nazis, der zweite, "Lydia Faude", dann erst 1965. Bei der Protagonistin handelt es sich dem Rezensenten zufolge um eine junge Frau, deren Lebenstraum es ist, als Schauspielerin die Hetäre Aspasia zu spielen. Daran entfaltet sich dann, wie wir lesen, ein recht ausgeklügeltes Berlin-Panorama der fünfziger Jahre. Doch der Rezensent, wie gesagt, ist nicht zufrieden. Das Buch sei weder spannende Zeitkolportage, noch wirklich ein Berlin-Roman. Kessel sei "zu gebildet, zu abstrakt". Dem Aphoristiker in ihm gerate der Erzählstoff "immer etwas zu breit und deshalb zu dünn und fast immer zu allgemein". So, wie von Berlin kaum etwas zu spüren sei, erfahre der Leser auch nichts über den geschichtlichen Raum, das gesellschaftliche Ambiente seiner Figuren. Vieles werde nur abgehandelt und wenig wirklich erzählt. Versöhnt haben den Rezensenten dann auch "viele Pointen und kluge Anmerkungen" nicht mehr.

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-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Die Wilmersdorfer Künstlerkolonie, die Reichen in Nizza sind von Lydia Faude, mehr noch von ihrem erwarteten Millionenerbe angetan. Abenteuerliche Pläne werden geschmiedet, vom Kultursalon bis zum Aspasia-Film. Aber die Hoffnungen zerplatzen, weil das Erbe - die Confiserie Morawe am Kurfürstendamm - nurmehr ein Mythos seiner selbst ist, überaltert und abbruchreif. An seinen traditionsreichen Namen, an die Aussicht auf die Erbschaft knüpfen sich Gier und Habsucht, Spekulation und kühne Pläne, Betrug und Kriminalität. Eine in jeder Hinsicht bunte Gesellschaft kommt zusammen, Intrigen werden gesponnen, jeder versucht, für sich selbst das Beste herauszuholen.
Kessels großartiger Roman über das Berlin der frühen sechziger Jahre ist turbulent und temperamentvoll, witzig und zeitkritisch: ein großes Lesevergnügen.

Diesen Artikel haben wir am Donnerstag, 22. Dezember 2011 in unseren Katalog aufgenommen.
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